Besuch des Wonnemar am 3.März 2013 in Ingolstadt

An einem kalten Sonntag im März, der jegliche Frühlingsgefühle vermissen läßt, machen wir uns auf den Weg ins „Wonnemar“ in Ingolstadt.

Dass hier viele Besucher sind sehen wir schon an der Parkplatzsituation. Die Saunalandschaft hier ist sehr schön angelegt, auf den ersten Blick stilvoll mit außergewöhnlichen Ruhezonen, wo ein flammender Kamin für zusätzliche Idylle sorgt. Der erste Saunagang in der finnischen Sauna wärmt uns auf, danach sehen wir uns den Außenbereich mit den üblichen Hüttensaunen an.
Alles ist auf den ersten Blick sauber und schön angelegt, der Ruheraum in der Außenhütte enttäuscht uns allerdings sehr. Die Liegen sind  unbequem und nicht hochwertig, die Beleuchtung wenig liebevoll angebracht. Die 3 aneinander gereihten Ruheräume sind durch windige Holztüren getrennt und mit Billigliegen vollgestellt, wie kann man hier bei ständigem Türeknallen Aussicht oder gar Ruhe genießen?
Das Außenbecken ist ein Abkühlbecken, erfüllt somit sicherlich einen Zweck. Irgendwie erscheint uns die gesamte Außenanlage auf den zweiten Blick etwas ohne Stil und Niveau, schade.
Als wir die Aufgußkarte näher studieren gefallen uns die verschiedenen Angebote: Yoghurtmaske, Honig- oder Salz-Ölaufguß und auch der Gesundheitsaufguss klingen interessant. Das ein oder andere werden wir hier später ausprobieren.
Im „Steinbad“, einer ca. 45 Grad heißen Dampfsauna, gefällt uns sehr die Aufmachung: Alle 5 Minuten sorgen heiße Steine, die automatisch 2 mal ins Wasser getaucht werden, für Dampf mit Duftnote. Klingt toll! 
Als wir ziemlich alleine in dem „Dampfbad“ sitzen wissen wir auch bald, warum hier wenig Andrang ist: Der Effekt des Dampfes ist bei dieser Umsetzung einfach zu gering, es dampft uns zischt kurz und das wars. Schade, die Idee finden wir klasse, die Durchführung zweitklassig. Für die Anwendung der anschließenden Yoghurt-Honig Packung allerdings eignet sich das Steinbad gut, hier kann man lange sitzen und die Wirkung der Packungen auskosten.
Ähnlich geht es uns bei der „Lavendelsauna“. Grundsätzlich: tolle Idee der Hüttensauna im Außenbereich: überall, sogar vor dem Saunaeingang, schmücken getrocknete Lavendensträuße mit Ihrer Duftnote die Holzdecke. Der Effekt im Innenraum hingegen ist sehr gering, wir denken, bei der Hitze müßte man die Lavendelblüten regelmäßig in Lavendelöl tränken, um einen Dufteffekt zu erzielen. Doch beim schwitzen riecht es wirklich nach gar nichts außer nach Sauna und Menschen. Auch hier ist die B-Note schwach, die Idee jedoch sinnvoll.
Dass in der ganzen Sauna kein Trinkbrunnen ist, finden wir schade. Kurbelt dies wirklich den Umsatz der Gastro an oder ist es schlechter Sauna-Service?
Beim letzten Aufguss gibt das Personal hier alles und das gefällt uns. Auch, dass nach dem „Gesundheitsaufguß“ mit Eukalyptusnote im Duft frisches Obst optisch sehr wertvoll serviert wird, gefällt uns.
Diese persönliche Note fehlt uns ansonsten hier leider.
Diesen Eindruck unterstreicht das Personal beim Verlassen der Sauna wo wir nicht einmal vernünftig verabschiedet werden.
Als wir am nächsten Tag persönlich in Ingolstadt anrufen um unseren Eindruck kurz darzustellen, sind wir etwas schockiert: mit den Worten „für Feedback oder Kritikansprache ist hier keiner zuständig“ wurden wir kurz abgewiesen. Schade, denn auch gute Anbieter lernen von Kritik und können ihr Leistungsspektrum somit verbessern.
Ehrlich angesprochene Kritik ist ein gutes Lernfeld und offene Kritik ist besser als schlechte Mundpropaganda. Außerdem gefällt uns am „Wonnemar“ ja auch vieles, das wir auch gerne lobend weitergeben würden.
Alles in allem fanden wir den Saunabesuch entspannend und die gesamte Saunalandschaft voller guter, kreativer Ideen. Doch an der Umsetzung und Professionalität kann noch gearbeitet werden……

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