Unsere Reise vom 16.03.2013 – 23.03.2013 Insel Djerba – Club Meninx All inclusive

Einfach mal abhauen und dem viel zu
kalten Frühlingsbeginn in München zu entfliehen. Genau das scheint
uns das richtige zu sein zumal wir beide Erholung und Sonne mehr als
nötig haben.
Am frühen Samstag morgen bei vereisten
Straßen fahren wir zum Flughafen München. Als wir auf den Bus vom
Besucherpark zum Flughafen warten pfeift ein eisiger Morgenwind um
meine Nase, ich denke, so nötig wie jetzt habe ich warme
Sonnenstrahlen selten.
Mit Tunis Air fliegen wir in ca. 3
Stunden auf die tunesische Insel Djerba. Das kleine Flugzeug der
älteren Liga bringt uns sicher ans Ziel An Bord wird ein einfaches
warmes Mittagessen mit Reis serviert. Als wir um die Mittagszeit
landen und effizient durch Passkontrolle und Gepäckausgabe schreiten
. Dass wir den aufsässig-schrillen Reisegast Marke „Checker DSDS“
nun bald loswerden, ist ein Erleichterung. Schade dass wir seine
unzähligen Gesichts- und Ohrpiercings nun wahrscheinlich nie mehr
sehen werden. Nun gut, sicher ist ihm bei seinem Trip nach Afrika
andere Aufmerksamkeit als unsere deutlich lieber.
Bei ca. 20 Grad traue ich dem sonnigen
Wetter hier noch nicht so richtig und trenne mich erst bei der
Busfahrt zum Hotel von der ersten Schicht meines Zwiebellooks. Auf
der Fahrt sehen wir viel Müll überall am Straßenrand, der
landschaftlich schöne Eindruck von Sand uns Strand ist dadurch
natürlich gestört. Schade, doch wir ordnungsliebenden Deutschbürger
sind einfach Sauberkeit gewohnt.
An der Rezeption werden wir freundlich
empfangen, eine große Reisegruppe verlässt das Clubhotel Meninx.
Das genießen wir denn wir möchten doch nur relaxen und Ruhe vom
Alltag bei Sonne und Wärme. Darauf freuen wir uns sehr.
Geld ist auch schon umgetauscht und wir
gehen auf unser kleines und sauberes Zimmer. Wir genießen erst
einmal den Ausblick vom Bett aus über den Balkon wo uns Palmen in
der Sonne wiegend begeistern. Ein wunderschöner Blick, den wir noch
oft genießen werden.
Um die Nachmittagsstunden ist es hier
sehr leer in der Hotelanlage, und wir sehen uns erst einmal ein wenig
um. Osama (nach eigenen Worten NICHT Bin Laden) als Hauptanimateur
weist uns Neuankömmlinge erst einmal unaufgefordert ein: „Die Bar
hat praktisch rund um die Uhr offen, Cocktails, Kaffee und
alkoholfreie Getränke sind all inclusive. Ebenso gibt es am
Nachmittag auch Pizza und Sandwichs, Frühstück, Mittags- und
Abendbuffet sind im Speiseraum an der Terrasse einzunehmen. Das
Animationsprogramm ist vielseitig: Gymnastik im Wasser oder am Pool,
Abenddisco und vieles mehr.“ Doch wie gesagt uns ist eher nach
chillen, Billard spielen und faulenzen. Die Wärme tut gut zumal uns
klar ist, dass es in Deutschland einen richtigen Wintereinbruch mit
Minusgraden Ende März gibt.
Das Abendbuffet ist reichhaltig:
diverse warme Speisen neben Salat- und Fischtheke, daneben ein
Nachtischbuffet, wir denken, dass das Angebot hier für den günstigen
Preis durchaus angemessen erscheint. Der Service ist gut und jeder
freut sich hier über ein paar Dinar Trinkgeld das wir gerne
beisteuern. Tischwein und Wasser wird immer freundlich nachgeschenkt
und uns gefällt vor allem dass nur wenig Gäste den Speiseraum
füllen und wir halbwegs unsere Ruhe genießen können.
Am nächsten Tag traue ich mich, mein
erstes Sommerkleidchen zu tragen. Anfangs noch etwas skeptisch stellt
es sich jedoch als vollkommen richtige Entscheidung heraus. Während
das Meer noch viel zu kalt zum baden ist, könnte es vielleicht im
Pool mit einer leichter Erfrischung klappen.
Die Sonnenstrahlen bei ca. 26 Grad tun
erst einmal gut und wir liegen faul am Pool. Karten schreibend ist
mir erst wenige Stunden später klar, dass wir uns ohne Sonnenschutz
zu viel zugemutet haben. Auch wenn es nur knapp 2 Stunden sind, die
wir ungeschützt beim Sonnenbaden verbringen, reicht das für uns
wintergeschädigte Bleichgesichter, uns einen heftigen Sonnenbrand
einzufangen. Doch egal, am Kiosk gibt es eine after sun Lotion die
natürlich viel zu teuer ist. Der afrikanische Verkäufer ist
begeistert, dass eine unbescholtene Touristin wie ich seinen Laden
betritt und will mir sein ganzes Angebot zeigen. Praktisch alle Waren
sind hier ohne Preisauszeichnung damit es weit vor einer
Kaufentscheidung zu einer Diskussion kommt. Dieser Kuhandel ist mir
prinzipiell zu viel ,ich kaufe einfach die Creme und verlasse etwas
genervt den Laden. Wenn ich mich unterhalten will, mache ich das
mit den Menschen die mir wichtig sind für diesen Zweck. Nein, in
diesem Punkt passe ich einfach nicht nach Afrika. Und an mir hat wohl
auch niemand richtig Spaß da ich immer den Preis sofort bezahle, der
verlangt wird.
Das Meer in seiner endlosen Weiter
begeistert uns, alle Strandkörbe sind leer und am Abend genießen
wir hier Ruhe und Einsamkeit. Mit Jeans und Sweatshirt halten wir es
hier gut aus. Das Rauschen und die Wellen des endlos erscheinenden
Meeres lassen uns schweigen und genießen. Es ist schön und ruhig
hier, im Sommer tummeln sich bestimmt viele Touristen an überfüllen
Strandbars und tagsüber will hier sicher jeder Strandverkäufer
seinen Jahresumsatz schaffen. Wir sind froh, in der Vorsaison hier zu
sein und die Freundlichkeit des Personales zu erleben. Außerdem sind
25 – 30 Grad sehr angenehm.
Am nächsten Morgen sehen wir uns das
Frühstücksbuffet näher an. In der Tat ist das Obst- Angebot
ausbaufähig, außer Datteln und Orangen neben ein paar mehligen
Äpfeln gibt es hier nichts. Eine zweite Joghurt- Sorte gesellt sich
inzwischen dazu was wir begrüßen. Warme Getränke zur
Selbstabholung sowie künstlich angereicherte Fruchtsäfte stehen
ohne Aufpreis zur Verfügung. Auch wird uns gerne ein Omelette nach
Wunsch zubereitet was meiner besseren Hälfte sehr gut gefällt.
Alles in allem paßt das Angebot hier für diesen Preis, keine Frage.
Süßkram und Kuchen sind frisch und für den Start in den Tag wird
hier jeder satt. Mit wenigen Details, z.B. mehr Müsli- Obst- oder
Teesorten könnte man noch mehr Vielseitigkeit bieten doch wie
erwähnt: das Preis-Leistungsverhältnis passt absolut und wir wissen
Sauberkeit und freundliches Personal sehr zu schätzen.
An der Bar (hier gibt es alle all
inclusive Getränke zur Selbstabholung) merken wir nach ein paar
Tagen, dass unser großzügiges Trinkgeld gut ankommt: die Cocktails
beinhalten plötzlich mehr Alkohol und selbst der Cappuccino mit
Schokoherz wird merklich liebevoller serviert. Der Job an der Bar ist
sicher nicht immer leicht da merklich viele Touristen doch nur
fordern und etwas peinlich erscheinen. Alles in allem könnte man
hier auch mit kleinen Aufmerksamkeiten (z.B. einer liebevollen
Fruchtgarnitur am Rand des Glases) die Colagetränke ohne Namen etwas
aufhübschen.
Die Pizza- und Sandwichtheke für den
kleinen Hunger zwischendurch ist an allen Wochentagen gleich gefüllt
doch wie gesagt: alles ist dem Preis angemessen O.K.
Noch ein paar Worte zum Animationsteam:
momentan kommt es uns so vor, als animieren sich die in
Joggingklamotten umherlaufenden jungen Leute gegenseitig. Doch wenn
hier bald sicher der Bär steppt erfreuen sich vielleicht so manchen
Touristen hier. Wir hingegen sind eher auf Ruhe und faul sein aus so
dass sich das Animationsteam auf andere Touris konzentriert, wofür
wir dankbar sind.
Alles in allem ist eine Woche all
inclusive Urlaub genau das richtige für uns: wir entfliehen der
März-Kälte, tanken Sonne, genießen Strandspaziergänge am
rauschenden Meer und haben weitgehend Ruhe. Wir sind uns einig, dass
das für eine Woche genau die richtige Entscheidung ist, unter Palmen
den Alltag einfach mal zu vergessen……..

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