Autokino Aschheim – Film „Der Medicus“

Nach den Feiertagen wollen wir etwas ungewöhnliches wagen: ein
Besuch im Autokino in Aschheim. Das Filmangebot interessiert uns, bereits um
20:30 kommt „Der Medicus“. Im Sommer beginnen die Vorstellungen
natürlich deutlich später, denn das Tageslicht bestimmt wann die Filme hier starten.
An der Drive-In Kasse werden wir freundlich begrüßt, die große Kinoanlage ist
für parkende Autos angelegt.So hat jeder seinen eigenen Kinosessel dabei.
Wir
parken in erster Reihe und genießen den perfekten Blick auf die gigantische Leinwand.
Es gesellen sich an diesem Tag nur noch wenige Besucher zu
uns. Der Empfang über Radiosender funktioniert perfekt, Die Werbung vor dem eigentlichen Film ist erfreulich kurz und kaum mit anderen Kinos zu vergleichen.
Leckere Knabbereien und sogar Burger sind zu angemessenen
Preisen in einem kleinen Gebäude auf der Mitte des Platzes zu erstehen. Wer sein Auto nicht laufen lassen möchte, kann sogar
gegen ein Pfand von 20 Euro einen Heizlüfter ausleihen. Diese gibt es danach vollständig erstattet. Der Strom ist also im Preis inbegriffen.
Wir mögen dieses Kinoerlebnis: jeder sitzt so bequem in seinem Sitz wie
er möchte, hat seine individuelle Temperatur und niemand stört andere
Besucher durch Knabbergeräusche oder Unterhaltungen beim Film. Das Auto
– der eigene Kinoraum – : dazu noch perfekt abgestimmtes Sounderlebnis.
Autokino ist nicht nur im Sommer ein Erlebnis!
Leider gibt es nur noch wenige dieser Orte in Deutschland und ein Besuch ist unbedingt zu empfehlen. Übrigens kann man in Aschheim Samstags auch sein Auto an den Mann bringen, oder ein neues erwerben.

Autokino-Aschheim

Nun zum Film:

Mein Mann und ich haben beide den Roman von Noah Gordon gelesen. Die ca.
3 stündige Verfilmung kommt der Geschichte nahe, lässt jedoch viele
Details aus, gerade über den steinigen Weg der Reise des Medicus. In der
Summe sind 3 dicke Buchbände nicht ganz in den Film zu packen. Dennoch
finden wir den Sinn gut dargestellt:

Ein kleiner englischer Junge, Robert Cole, der seine Mutter an der
„Seitenkrankheit“ verliert, macht sich mit einem Bader auf die Reise.
Rob beschliesst, Arzt zu werden. In einer Zeit ca. 1100 Jahre nach Chr.
wird die Medizin neu entdeckt. Dennoch sind alle Heilmethoden ein Gewinn
für die Menschheit. Als dem Lehrmeister, dem Bader, das Augenlicht
operiert wird, will Robert Cole die Medizin als sein Lebenswerk neu
entdecken. Er macht sich auf eine mühsame Reise nach Persien  zu seinem
Lehrmeister Ibn Sina. Rob durchreist in Monaten verschieden Länder wird
sogar Jude, um nicht abgestoßen zu werden. Viele Stolperstellen
bewältigt er und setzt revolutionär seine Meinung durch, indem er z.B.
entgegen jedes Glaubensgrundsatzes, Leichen sekziert um die Medizin zu
erforschen. Natürlich findet in „Der Medicus“ eine dünn dargestellte
Liebesgeschichte Platz.

Natürlich setzt Rob am Ende gravierende Akzente für die Medizin und
gründet mit seiner Frau Rebecca ein Krankenhaus, im Buch auch anders
dargestellt.

Obwohl die lange Geschichte „Der Medicus“ in drei Stunden nicht
dargestellt werden kann, bietet für uns die Story die richtige Mischung
aus Unterhaltung und Information. Die Details, die die Geschichte noch
glauwürdiger machen, lesen wir einfach im Buch nach…..

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