Dirk Müller „CASHKURS“ So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld: Aktien, Versicherungen und Immobilien.

Der „Spiegel Bestseller“ soll Klarheit in die Verwirrtheit aller
Anleger bringen. Ob Kunden auf der Suche des richtigen Kredites,
nach der passenden Geldanlage,  nach der richtigen Absicherung der
Rentenlücke oder auf der Suche nach der richtigen Immobilie sind:
Dirk Müller steht mit Tipps zur Seite. Doch erst einmal soll das
Buch leicht verständlich über Themen rund ums Geld aufklären.
 Die Aufteilung erfolg in „4 Level Stufen“
1. Basiswissen für Einsteiger
2. Finanzplanung für Fortgeschrittene
3. Finanzplanung für Profis
4. Gimmicks und Exoten
Abschlußpunkt:
 Beratung, Haftung und Recht.

In der Unsicherheit vieler Anleger rund um das Thema Finanzen
wissen viele Menschen nicht, ob sie bei ihrer Bank richtig beraten
werden. Ebenso trägt der oftmalige Beraterwechsel nicht unbedingt
als Vertrauenselement einer Bank bei. Was also tun, wenn der
Anleger sein Erspartes nicht verlieren will? Welche Möglichkeiten
bieten sich, bei einer Inflationsrate von knapp unter 2 % noch,
damit das mühsam Ersparte nicht verloren geht? Eines ist klar: die
meisten Kunden möchten Sicherheit, absolute Verfügbarkeit und hohe
Zinsen ohne Verlustrisiko. Sprich: die „eierlegende Wollmilchsau“.
Doch: gibt es diese? Kann Dirk Müller Lösungen in seinen Tipps
anbieten, die auf den Leser abgestimmt sind?

Konto 468x60

Als Leser beschäftigt mich zunächst eine zentrale Frage:
In welchem Level befinde ich mich? Ein wenig weiß ich über
Finanzen doch letztendlich bin ich kein Experte…oder? Als
Fachexperte gehe ich natürlich schnell ins Level 4 und lese darin,
alles andere würde mich sicher langweilen, denke ich. Schnell
stelle ich fest: einfache Produkte und „Basics“ werden Level 1
zugeordnet während beispielsweise die spekulativen Optionsscheine
dem Level 4 zugeordnet sind.
Alles wird einfach erklärt, das gefällt. In leicht verständlichen
Worten wird beispielsweise dokumentiert, warum offene
Immobilienfonds doch zu geschlossenen Immobilienfonds wurden und
warum dadurch viele Anleger enttäuscht wurden. Ebenso werden
Investmentfonds in wenige Fondsarten aufgeteilt, wenn der Leser
das liest denkt er :“jetzt bin ich informiert!“ Doch ist er dies
wirklich?
Die Erklärung ist zwar für Otto-Normalverbraucher verständlich,
oft nicht umfangreich und eher oberflächlich dargestellt. Von
einer so wichtigen bedarfsgerechten, individuellen Aufklärung nach
Lage zum Menschen passend abgestimmt: keine Spur!
Ebenso sind Aussagen wie: „Dachfonds sind meist nur
verschachtelte, viel zu kostenintensive Produkte, wo kaum jemand
durchblickt und wo vor allem die Bank verdient….“ einfach nicht
richtig. Es gibt mittlerweile auch Dachfonds die kostengünstiger
als Einzelfonds sind.
 Klar, wie soll ein 375 Seiten dickes Taschenbuch auch über alle
Sparten des Finanzwesens aufklären, wo es beispielsweise von nur
einer großen Fondsgesellschaft ca. 500 Investmentfonds gibt?
Versicherungen sind wichtig, doch ist der Schutz für jeden Kunden
nicht individuell abzustimmen? Ist Bausparen immer gut oder immer
schlecht? Eine schnelle Pauschallösung gibt es im
Spiegel-Bestseller…mehr nicht. Doch wer will einfache
Pauschalaussagen hinnehmen…gerade wenns ums Geld geht!

Die gesamte Komplexität des Buches informiert und verwirrt
gleichzeitig. Im Endeffekt stellt sich mir die Frage: ich habe
jetzt viele Informationen doch was paßt wirklich zu mir? Ist es
nicht für jeden Menschen wichtig, eine vernünftige Mischung in
verschiedenen Geldanlagen zu finden? Es macht schließlich auch
keinen Sinn, sich nur von Fleisch oder nur von Obst zu ernähren,
oder? So gilt auch bei der Geldanlage: auf die richtige Mischung
kommt es an.

Alles in allem ist eines in dem Buch gar nicht berücksichtigt: die
Inflationsrate die seit ca. 3 Jahren nicht durch sichere
Anlageformen aufgefangen wird.

Ein Beispiel auf ein Jahr gerechnet:

Geldanlage auf einem sicherem verfügbaren Konto:

10.000 Euro
  +  100 Euro Zins (bei einem augenscheinlich guten Zinssatz von
1%)
  –   150 Euro Inflation (Geldentwertung, die nach einem vollen
Jahr abgezogen werden muss)
   9.950  Euro bleibt unter dem Strich beim Anleger nach einem
Jahr übrig

Davon ist nun die Versteuerung des Zinsertrages von 150 Euro noch
abzuziehen, wenn der Zins über dem Sparerfreibetrag liegt.

Ein einfaches Zahlenbeispiel, oder? Demnach sind, in aktueller
Zinssituation, Spareinlagen eine Geldvernichtungsmaschine. Trotz
Sicherheit und wenig Gebühren bleibt unterm Strich nichts übrig.
Ist das für Sie eine sichere Geldanlage?

Diese Situation ist nicht neu, jeder Bankberater der Qualität
liefert, spricht in seinem Beratungsgespräch darüber. Und dabei
ist es die Kunst, die passende Geldanlage für den Kunden zu
finden. Die individuell auf den Menschen zugeschnittene Anlage-
oder Finanzierungsform in einem Buch nachzuschlagen, kann nicht
funktionieren. Gerade bei Finanzgeschäften ist die
Berücksichtigung der aktuellen Wirtschaftssituation sehr wichtig.
Schließlich macht ein risikoscheuer Kunde es doch auch vom Zins
abhängig, ob er sein Geld auf 2 oder 5 Jahre anlegt. Doch was,
wenn es nirgends Zinsen gibt, die mindestens die Inflationsrate
abwerfen? Wie gehen wir aktuell mit dieser problematischen
Situation um, die nicht nur Deutschland betrifft?

Diese Situation ist Fakt seit ca. 2010. Bei der Wirtschaftslage
wird der Effekt der „Realzinsfalle“ auch noch die nächsten Jahre
beibehalten werden. Dabei ist noch nicht bedacht, daß die
„gefühlte Inflation“ deutlich höher als 2 % ist. In dem
inflationshinterlegten Warenkorb ist Technik stark gewichtet. Der
„Otto-Normalverbraucher“ jedoch kauft sich mehr Lebensmittel oder
bezahlt seinen zu teuren Benzin an der Tankstelle als dass er sich
alle 2 Jahre einen neuen PC oder Flachbildschirm zulegt. Und bei
Kartoffeln liegt die Preissteigerung z.B. bei 8-9 % im letzten
Jahr. Das sind die Zahlen, die Menschen erleben….was schreibt
Dirk Müller darüber?

Im Buch lesen wir Allgemeintipps wie „10 Jahre Aktien liegen
lassen….dann gleichen sich Schwankungen immer aus“. Diese alte
Börsenwahrheit gilt schon längst nicht mehr. Sie können genau in
den 10 falsch investierten Jahren sehr wohl Geld verlieren.
Ebenso sind Pauschalaussagen wie „Goldbarren sind besser als
Goldmünzen“ nicht für jeden Anleger passend. Es gibt sicher auch
einen ideellen Sammlerwert, den manche Menschen genießen, auch bei
einer Geldanlage. Ebenso geht in den schnellen Anlagetipps zu Gold
völlig unter, dass der Goldpreis genauso schwanken kann, wie ein
AktienIndizes. Daß „böse Bankberater“ gerne anstatt Gold die
provisionsstarken Goldzertifikate verkaufen, stimmt so nicht. Die
meisten Berater dürfen, Dank Beratungsprotokoll, derartige
Produkte gar nicht mehr empfehlen.

Womit wir beim Thema „Beratung, Haftung, Recht“ sind.  Das
mittlerweile ständig angepaßte „Beratungsprotokoll“ wird nur sehr
oberflächlich dargestellt. Es kommt die Botschaft an „wir Kunden
werden vom Bankberater doch nur über den Tisch gezogen“! Dass das
Beratungsprotokoll Schutz für Anleger bedeutet, wenn er Zeit die
Anlageberatung investiert, kommt hierbei nicht an. Schade.

Fazit:
Das Geld unters „Kopfkissen zu legen“ ist gar keine Alternative.
Gehen Sie zu Ihrer Bank in der Sie dem Berater vertrauen. Ein
Berater soll Ihre Wünsche und Ihren Bedarf erfragen, erst dann
kann er passende Lösungen suchen. Diese Lösung wird oft erst im
Folgegespräch präsentiert, nehmen Sie sich Zeit. Eine vernünftig
aufgebaute Vermögensstuktur umfasst auch eine Streuung aus
Geldanlagen mit Inflationsschutz, das sind: Rohstoffe, Immobilien
und Aktien. Ebenso gehören auch ganz sichere Sparprodukte dazu.
Auch täglich fällige Gelder, damit Sie sich wohlfühlen,
berücksichtigt ein guter Bankberater im Gespräch mit Ihnen. Wenn
Sie monatlich sparen, bauen Sie Vermögen auf, auch darüber sollte
ihr Anlageexperte mit Ihnen sprechen. Und letztendlich treffen Sie
selbst mit Ihrer Unterschrift die Entscheidung, was Sie mit Ihrem
Geld anstellen…wer sich über den Tisch ziehen läßt, ist selbst
Schuld!

Du magst vielleicht auch

1 Kommentar

  1. Klasse Besprechung!

    Wer so mit dem Geld anderer Leute umgeht wie der Autor sollte sich mal fragen ob er den Beruf verfehlt hat!

    Gerade beim Thema Geld ist der interessierte Laie einfach überfordert und sollte sich professionelle Hilfe holen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.