“Ruhe für den Kopf im Alter”

Zugegeben, dieser Zusammenhang ist nicht offenkundig ersichtlich. Warum sollten wir im Alter nicht ruhig und besonnen leben können? Jetzt, wo wir endlich mal Zeit finden zum radfahren, wandern saunen oder reisen, wo wir fit genug sind, um alles zu genießen fragen wir uns doch , was wir zuerst anpacken wollen. Dinge anpacken, wozu uns das ganze, harte Arbeitsleben die Zeit gefehlt hat. Doch können wir uns dann all das leisten?
 “Natürlich, ich habe ein Leben lang in die Rentenkasse bezahlt. Außerdem besitze ich meine eigene Immobilie.” “Was im Alter einmal ist, weiß kein Mensch”. “Meine Lebensversicherung wird auch schon fällig, wenn ich 60 Jahre alt bin. Das sind immerhin 50.000 €”.


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Sprüche wie diese lassen uns innerlich ruhiger werden. Wir reden uns hiermit selbst gut zu….denn eines ist klar: was genau im Leben auf uns zukommt, weiß kein Mensch. Was wir aber durchaus wissen ist, dass wir im Leben selten etwas günstiger bekommen, sprich, die Inflation zeigt sich überall, auch in unserer Rente. Wenn Sie heute monatlich sparen und derzeit keine 2 % Verzinsung auf herkömmliche Sparanlage erhalten, gleichen Sie nicht einmal die Inflation aus. Anders ausgedrückt: wer 2040 in Rente gehen will und auf seinem Rentenbescheid eine prognostizierte Netto-Rente von 2000€ bekommen soll, kann sich warm anziehen. Bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2% (diese ist sicher nicht zu hoch gegriffen)  bleiben dem Bürger dann gerade mal kaufkraftbereinigt 1.195€ monatlich übrig.

Auch das Argument des Eigenheimes zur Altersvorsorge ist fadenscheinig. Sicher, ein mietfreies Wohnen ist nach Schuldenabbau unbedenklich möglich. Doch was ist mit steigenden Renovierungskosten, mit steigenden Nebenkosten fürs Haus? Mit großem Garten kann es im Extremfall sogar zur Beschäftigung eines Gärtners oder zu zusätzlichem Personalaufwand kommen, um das Haus in Schuss zu halten. Dieses Personal müssen Sie sich erst einmal leisten können. Klar, ein Haus kann man auch verkaufen, um eine kleinere Mietwohnung zu bewohnen. Doch sind wir doch einmal ehrlich: wer von uns macht dies denn gern? Sein Vertrautes aufgeben, ein Haus, das einige Jahrzehnte bewohnt wurde, zu entrümpeln?
Vor allem kommen aber bei einer Bruttorente ganz schöne Abzüge auf uns zu. Wer mit 67 plant, in Rente zu gehen und eine Bruttorente von 2.700€ erwartet, erhält, wenn er nur zwei Jahre früher in Ruhestand geht, netto gerade einmal 1.396€. Und wer kann sich mit so einem Gehalt schon ein tolles Leben leisten.
Wellness, Reisen, vor allem Gesundheit, Wohlstand mit Kultur und leckerem Essen, kostet schließlich Geld.
So ist also alles pechschwarz, oder? Wer Zeit hat, kann kein Geld ausgeben, da wo er Geld hatte, gab es zu wenig Zeit, zu wenig Freizeit.

Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Eine eigene Immobilie bietet Sicherheit und Inflationsschutz, auch wenn sie alleine nicht als Rentenaufbesserung dienen kann. Der gesetzliche Rentenanspruch ist O.K. bietet aber nicht einmal eine gute Grundlage. Die Riesterrente zusätzlich bringt zwar tolle Zulagen, ist jedoch keine ausreichende Ergänzung.  Wer monatlich zusätzlich spart, idealerweise in inflationsgeschützte Sachwerte, kann sich wohler fühlen. Dauerhaft bietet eine Aktienanlage beispielsweise c 6-8% Jahresrendite, wenn diese 15 – 40 Jahre läuft. Hierbei sind Schwankungen an der Börse sogar gut, denn bei günstigeren Kursen können Sie immer wieder günstiger einsteigen. Ähnlich wie bei Schlussverkaufspreisen. Wer wert auf die Rendite legt, hat mit Aktienanlagen immer die größte Freude. Diese überstehen auch jede Krise wieder schnell. Es ist eine Lüge, dass man mit Aktien auf die Nase fällt. Wer beispielsweise Ende 1995 deutsche Aktien kaufte und bis Ende 2010 hielt, erziehlte in diesem Zeitraum eine durchschnittliche Jahresrendite von 7,80%. Und in diesen 15 Jahren waren zwei Krisen beinhaltet: die Internetblase und die Finanzmarktkrise. Wer langfristig Geld sparen möchte, gerade um im Alter ein sorgenfreies Leben führen zu können, fährt mit Aktienanlagen am besten. Nicht die Inflation hinnehmen, sondern von Inflation profitieren! Bei Inflation steigen Preise, dadurch die Unternehmensgewinne, warum sich also nicht gleich am Unternehmen selbst beteiligen? Einmalanlage, am besten mit monatlichen Sparplan kombiniert, in Form von Unternehmensbeteiligungen, ist dauerhaft die beste Geldanlage! Wer keine großen Gelder einmalig zum anlegen hat, kann mit monatlich 25€ Sparbeitrag schon in jungen Jahre einen positiven Grundstock fürs Alter legen. Warten Sie nicht, sondern legen Sie los. Das Thema Altersvorsorge soll zur Altersvorfreude werden!

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