Grand Canyon West Rim & Skywalk

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on Las Vegas aus werden Flüge sowohl mit Helikopter als auch mit einer kleinen Passagiermaschine (6-10 Sitzplätze) zum Gran Canyon angeboten.

Wir machen uns auf den Weg. In der Stadt werden die Gäste eingesammelt, am kleinen Flughafen startet um ca. 9 Uhr unser Flug. Im Vorfeld wird unser Gewicht geprüft, bei kleinen  Luftausflügen über das einzigartige Naturgebiet zählt eine vernünftige Aufteilung in Cssna. Natürlich sind auch die Witterungsverhältnisse entscheidend, hier haben wir uns an diesem Donnerstag stahlenden Sonnenschein ausgesucht. Der Pilot “Henry” begrüßt uns persönlich. Wie in den USA gewohnt, hat er Spaß an seiner Arbeit, Urlaubern sein Land zu zeigen.
Der Flug ist ruhig und wir erfahren vieles:
Der Hoover-Damm, den berühmten Staudamm wurde von 1931 – 1936  in der Wüste gebaut. Er dient noch heute der Energiegewinnung . Herrlich angelegte Seen mitten in der bergigen Landschaft schmücken dieses Naturgebiet. Die Staumauer ist 221 m hoch und 379 m lang.  Fast 100 Bauarbeiter kamen damals wegen der unterträgichen Hitze aufgrund Wassermangel ums Leben. Am Hoover-Dam verläuft die Grenze von Arizona und Nevada, ganz Las Vegas und weitere Bundesstaaten werden mit sauberem Trinkwasser. Der See, der sich vor dem Hoover Dam gebildet hat, nennt sich Lake Mead und hat ein Größe von ca. 650 Quadratkilometern. Wir überfliegen “Rock oft fire” den ältesten State Park Nevadas. 1935 wurde er eröffnet, er grenzt im Westen an den Lake Mead.
Die Pflanzenwelt des Gebietes wird vorrangig von Büschen und Sträuchern bestimmt. Kakteenarten die Wasser speichern,  wachsen auf trockener Erde. Vögel wie Raben, Finken und Kuckuck sind hier heimisch, vor allem nachts sind Wüstentiere aktiv. Es tummeln sich hier auch Schildkröten, die unter gesetzlichem Schutz stehen: die kalifornische Gopherschildkröte. Diese gesellt sich manchmal zu Füchsen, Skunks, Kaninchen oder Eichhörnchen – Tiere, die häufiger in dem Nationalpark vertreten sind.
Nach einem ruhigen, sehr interessanten Flug über das herlliche Gesteinsgebiet, landen wir am Gran Canyon. Hier werden wir von Bussen abgeholt und möchten zu einer Besucherattrkation im Gran Canyon West.
Hualapai-Indianer eröffnetem am 20.03.2007 eine über den Rand des Canyons hinausragende Plattform aus Stahlträgern mit aufgelegten gläsernen Bodenplatten und gläsernem Geländer.  So künnen wir durch Glas in tiefe Schluchten blicken. Die ersten Schritte durften der frühere Astronatu Buzz Aldrin sowie eine Gruppe von Hualapai-Indiandern wagen. Der Skywalk ist Eigentum des Indianderstammes, sie können sich hier beweisen und auch wirtschaftlich profitieren. Der Boden der Terasse besteht aus sieben cm dickem, entspiegeltem fünfschichtigem Spezialglas, das von einer Kölner Firma geliefert wurde. Auf dem “Balkon” können sich max. 120 Personen gleichzeitig aufhalten, spezielle Filzschuhe, die getragen werden müssen, verhindern, dass Kratzer auf dem Glasboden entstehen. Was sich sehr sicher anhört, war es nicht immer: 2011 wurden die Glasplatte ausgetauscht, die Kosten beliefen sich auf 1,5 Mio. US$. Rund 1,5 Mio. Besucher seit der Eröffnung zerkratzen die Glasplatten mit Sand und ihrer Last. Nun ist ein erneuerbarer Schutzfilm auf die Glasplatten aufgetragen.
Fotografieren ist hier verboten, wir müssen alles, auch unsere Handtaschen, im Vorfeld des “Walks” in Schliessfächer sperren.
Als wir die Glasplatten vorsichtig betreten, erschaudere ich. Mit Gänsehaut halte ich mich am Geländer fest und blicke durch die Glasplatte in die Tiefe. Der 1100 Meter tiefer gelegene Colorado River ist im Blickfeld, auch wenn er 2 km entfernt seine malerischen Kreise durchs Gestein zieht.  Wir sehen die Felsen unter dem Skywalkboden, die ca 150 – 240 Meter in die Tiefe ragen. Der vorsichtige walk ist ein Erlebnis, allerdings hat, in meinen Augen, das schöne Gran Caonon Gebiet so eine Attraktion nicht nötig. Wer die große Schlucht, eines der sieben Weltwunder, ohne “Hype” genießen will, benötigt keinen Skywalk.
Dennoch ist diese Erfahrung hier beeindruckend, vor allem bei unserem zweiten Besuch hier. Außerdem unterstützen wir gerne die Indianer mit unserer Eintrittsgeldern.
Mittags bekommen wir, nachdem wir mit dem Bus weitergefahren sind, ein Mittagessen. Das einfache Fleischgericht genießen wir im Freien – mit Blick auf rotes Gestein.  Wir spazieren noch in den Felsen umher und genießen dieses Wunder hier. Toll, Sonne, Sand, Stein und Höhen, die es in Deutschland kaum gibt. Alles wirkt imposant und dennoch malerisch, eine tolle Kombination.
Zufrieden treten wir den Rückflug an, wo uns “Henry” schon persönlich erwartet und abholt.
Ein grandioser, beeindruckender Tag endet mit einem letzten Flug über die gewaltige Natur. Am Airport werden wir pünktlich abgeholt und es geht zurück  in die Glitzerstadt Las Vegas.

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