Die Qualität der Notenbank in Europa, EZB, wirft Fragen auf….

Die Preise in der Eurozone steigen im August um 0,2%. Damit liegt das Inflationsziel der EZB in weiter Ferne. Woran liegt das? Natürlich sind fallende Energiepreise die Hauptverantwortlichen, dass das Augustziel weit verfehlt wurde. Die Inflationsrate bereinigt um die Energiepreisentwicklung läge bei 1,1%. Doch auch im Juni und Juli lag die Teuerungsrate lediglich bei 0,2%. Zweifel werden geweckt: wie groß ist die Macht der europäischen Zentralbank, die Verbraucherpreise wieder in die Höhe zu treiben? Bereits vor einem halben Jahr startete die EZB ein Programm, die Inflationsrate wieder nach oben zu treiben. Doch trotz Anleihekäufen im Wert von 60 Milliarden Euro ist das Inflationsziel von 2% weit verfehlt. Mit diesem Programm sollten Mittel zur Kreditvergabe an Unternehmen zur Verfügung gestellt und damit die Wirtschaft angekurbelt werden.
Stärkster Preistreiber waren im jetzigen Sommermonat August die Kosten im Dienstleistungssektor sowie die Preise für Alkohol, Zigaretten und Lebensmittel. Hier erreichen wir eine Inflation von 1,2%. Eine dauerhaft niedrige Inflationsrate bremst den Wirtschaftswachstum erheblich. Deflationssorgen? Eine Deflation wäre eine wirtschaftliche Vollkatastrophe. Bei einer „Verbilligungsrate“ warten Unternehmen und Konsumenten mit der Investition. Die Wirtschaftsbremse schlechthin.
Was wird Mario Draghi jetzt tun? Es bleibt fraglich ob der EZB Chef einräumen will, dass die allgemeinen Inflationsprognosen nicht eingehalten werden. Es ist ein schwacher Trost, dass auch in den USA, in Großbritannien und weiteren Industriestaaten das Ziel bislang verfehlt wurde. Der EZB-Rat tritt am Mittwoch in der Bankenmetropole Frankfurt zusammen, um über die Geldpolitik zu beraten. Ist eine Verlängerung oder Ausweitung des Anleihekaufprogrammes die richtige Lösung? Warten wir ab, diese Woche erfahren wir mehr. Es bleibt jedoch fraglich, ob die „Lockerungspolitik“ der EZB nachhaltig Früchte tragen wird. Früchte, die unsere Wirtschaft ankurbeln werden.
Haben die Bürger noch Vertrauen in die Politik Mario Draghis und seinem Team?

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