Vom Court Yard Hotel Leixlip in die Innenstadt von Dublin

Wie meine treuen Leser wissen, bin ich für 2 Tage in Dublin. Ich darf im Court Yard Hotel übernachten. Das Hotel bietet vor allem eines: sehr zuvorkommenden Service. An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön an die mehr als freundlichen Menschen, die ich stets bei meinen Fragen an der Rezeption antraf.

Nachdem ich mein heute gesundes Frühstück in der „River Bank“ genossen habe, arbeite ich noch ein wenig am lauschigen Kaminfeuer. Das macht wirklich sehr gemütliche Stimmung – toll, dass der Kamin auch tagsüber einfach vor sich hin flackert.

Nun will ich zu einem Termin in die Innenstadt aufbrechen. Da ich für Fortbewegungsmittel kostspieliger Art heute zu geizig bin (das Geld gebe ich lieber bei Burberry und Co aus) nehme ich den Bus.

Sehr zuvorkommend steht mir der Herr an der Rezeption Rede und Antwort. Dublin City zu Fuss erkunden? Na klar, von der Station Heuston kann ich, da ich nicht fußkrank bin, gut die City erreichen.

Ich finde die Bushaltestelle Leixlip sofort. Vorsichtshalber mache ich mit ein Foto, damit ich hier wieder zurückfinde. Mein Orientierungssinn gehört nicht zu meinen größten Stärken, dafür jedoch mein Mund, der sofort immer eine freundliche Frage parat hat. Typisch Frau halt, lach!

Der Bus 66 kommt. Mit mir steigen noch drei Frauen zu. Wir fahren und fahren und fahren…wohin geht jetzt eigentlich die Reise? Ich bin mir etwas unsicher, ob ich wohl wirklich in der Innenstadt ankommen werde? Doch mir wird bestätigt, dass ich richtig bin.

Nach fast einer Stunde stop and go und vielen vielen Haltestellen steige ich am Bahnhof aus. Etwas wirr denke ich mir: Und das soll das Zentrum sein? So laufe ich Richtung Stephen´s Green Shopping Center, zum Glück funktioniert auf meinem I-Phone das Navigationssystem. Was würde ich wohl ohne dieses Hilfsmittel machen? Nach einem Fußmarsch der, aufgrund der Kälte und des eisigen Windes sehr schnell ausfällt, sehe ich sowas wie eine Fußgängerzone. Super, endlich einmal ohne Verkehr eine Straße entlang laufen. Das gefällt mir.

Die Fussgänerzone lädt mich immer wieder in kleine urige Nebengässchen ein, wo Guinness und Pubs zum ausruhen einladen. Klinkerbauten wirken gemütlich – typisch irisch!

Besonders Klasse finde ich jetzt das Modeparadies Brown Thomas. Was erwartet mich wohl hier? Louis Voitton, Hermes, Prada oder Chanel gehören hier zum guten Ton. Das gefällt mir. Edle Designermode finde ich hier, doch was ist besonders lässig an Brown Thomas? Es ist nicht die biedere 08/15 Designer-Massenmode, die hier zu finden ist. Victoria Beckham verkauft hier für 800 Euro eine weiße Flauschjacke und auch die Schuhe von Christian Louboutin würde ich mit allem Glitzer sofort tragen. Verrückt mit Stil – so muß Mode sein! Wer sponsert mich, lach!?

Bald ist eine Stunde in diesem Kaufhaus um. Ein klassischer Schal von Burberry ist unter 400 Euro zu haben….ich überlege, wie oft ich Bus statt Taxi fahren muss, damit ich mir diesen Schal „einfach so“ leisten will…

Spass beiseite. Das Kaufhaus ist edel und auch die Haushaltswaren und Süßigkeiten im Obergeschoss sind hochwertig, es gibt hier kleine Besonderheiten. Im Angebot sind sogar Hershey´s Schokosauce und feine englische Weingummis ohne Zucker.

Ich schlendere nun die Fussgänerzone weiter und stärke mich im Food Court bei Stephen´s Green , bzw. In dessen Shoppingcenter. Hier gibt es Asia Food oder auch klassische Burger oder Fish and Chips. Dienstleister erlebe ich hier mehr als freundlich so macht es Spass, einzukaufen. Nach einer kleinen Stärkung schlendere ich weiter und entdecke in dem Shopping Center ein paar unnützliche Dinge die man einfach haben muss. Ein Schaf als Magnet und ein paar kleine Geschenke.

Nun will ich noch in den Finanz Distrikt laufen. In der Fenian Street sind wohl für mich wichtige Unternehmen zu finden. Hier in Dublin sind Twitter, Apple, Google und Co mit Außenstellen vertreten. OMG! Mein Navigationssystem zeigt mir an dass das jetzt nochmal fast 3 km zu laufen sind.

Doch was ich mir vornehme, schaffe ich meist auch!  So laufe ich und beobachte immer wieder, wieviele Baustellen derzeit in der Dubliner Innenstadt vertreten sind. Das macht den Verkehr nicht unbedingt angenehmer, findet ihr nicht?

Der Wind pfeift eiskalt doch ich tröste mich mit den Gedanken: „Zu Hause ist es mindestens 15 Grad kälter!“

Ich kann das Finanzcenter nicht wirklich erkennen. Sind hier viele Unternehmen Inkognito unterwegs? Spannend. Ich frage mich durch, denn mangels Akku darf ich mein Navigationssystem nicht überstrapazieren. Warum höre ich auch nie auf meinen Mann und trage den Akkupack nicht aufgeladen sondern leer in meiner Handtasche umher? Tsts…hoffentlich liest er das jetzt nicht! LOL!

Cumberland Place? Erst als ich das Gebäude betrete, sehe ich den Twitter Vogel zwitschern, Lach!

Spannendes Viertel hier, ich finde in der Fenian Street an der Ecke ein nettes Cafe und gönne mir einen heißen Cappuccino. Mmmmh, das tut gut. Ich blicke auf die Uhr: es ist schon nach 16 Uhr. Langsam will ich mich auf den Rückweg nach Hause machen. Ob ich den richtigen Bus finde?

Frau schaut wieder einmal nicht sondern fragt sich durch. Diese Iren sind auch wirklich sehr hilfsbereit und freundlich. Ich muss zwar wieder mehr als 1 km zur Busstation laufen doch zumindest finde ich sie. Mein Sport Pensum jedenfalls erfülle ich heute voll und ganz. Endlich kommt mein Bus mit der Nr. 66. Er ist sehr voll, klar Berufspendler sind unterwegs.

Wir tuckern und tuckern….nach einer Stunde steige ich fast zu früh aus. Die Leixlip Street hat mich verwirrt, doch das ist ja nur der Weg zum Ziel. Jetzt, bei Anbruch der Dunkelheit weiß ich gar nicht mehr, wo ich bin.

Letztendlich sind es wieder die mehr als zuvorkommenden Iren, die mich hilfsbereit unterstützen, dass ich richtig aussteige.

Das wollte ich heute einfach einmal testen: wie groß wird Dienstleistung in Dublin geschrieben?

Hier kann ich heute guten Gewissens die Note 1-2 vergeben. Lediglich 2 Menschen waren etwas finster dreinblickend hinter der Ladentheke versteckt. Ansonsten denke ich: Dublin kann alle Touristen durch Freundlichkeit und ein angenehmes, nicht aufdringliches Dienstleistungsverhalten überzeugen. Danke!

In meinem Hotel angekommen wird nun noch ein wenig gearbeitet bevor ich müde ins Bett falle.

Dieser ereignisreiche Wintertag wird mir lange noch im Gedächtnis bleiben….

Regina Gerum

 

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