Germany ´s next Topmodel 2017: the show must go on…

Gehörtst Du auch zu den Mädels, die sich am Donnerstag Abend immer wieder mal GNTM reinziehen? Ich sage es euch ganz ehrlich: ich bin dabei! Und ich stehe dazu. Auch wenn ich zugeben muss: der ganze Model Klamauck nervt mich auch ein wenig. Irgendwie es es doch immer wieder das Gleiche, oder?

Wie unzeitgemäß und redundant die Sendung ist, haben auch ihre Macher verstanden. In der letzten Staffel gab es ein komplettes Make-over, einen neuen Juror und ein Spielprinzip, bei dem zwei Teams gegeneinander antreten müssen. Thomas Hayo gegen Michael Michalsky. Es wird also bei Schwarz gegen Weiß „gebattelt“ und um jedes Model gekämpft. Blöd nur, dass es in der GNTM-Welt um eines nur am Rande geht: um die Mädchen.

Modeschöpfer Michael Michalsky, der den Mädchen wenigstens was beibringt, gegen den Fun Frauenliebling Thomas Hayo. Ist dies das Ergbnis von Heidis „Outsourcing“?

Vielfalt für Germany’s Next Topmodel? Meinungs- und Identitätspluralismus in Heidis High-Heel-Diktatur? Zumindest ist seit der Staffel im letzten Jahr nicht mehr Heidi immer der Mittelpunkt der Show. Die Jungs haben bei mir durchaus ihre Sympathiepunkte. Auch wenn ich mir tief im Herzen oft „meinen“ Bruce Darnell zurückwünsche! Auch Wolfgang Joop in der Jury peppte die Sendung durchaus auf…oder? Doch das Rad dreht sich weiter…

Nun zu den Kandidatinnen 2017: Da ist die 25-jährige Anh aus Berlin, die selbstsicher proklamiert, Deutschland sei bereit für die erste asiatische Gewinnerin. Oder die 20-jährige Giuliana, deren Geschichte in die Dramaturgie des Abends passt: die Schönheit wurde als Junge geboren und erfährt in ihrer Geschlechtsumwandlung große Unterstützung ihrer Familie. Das lustigste ist jedoch Maja!  Sie bringt Heidi mit ihren unrasierten Achselhaaren völlig aus der Fassung. Maja will anders sein. Klar, Busch und unrasiert ist anders…auch in der Modelszene? „Und da sagt keiner was?“, fragt Heide Klum entgeistert. „Was sollen die denn sagen?“, entgegnet Maja. Letztendlich überzeugt Maja Teamleiter Thomas und der „schwarze“ Juror, dass sichtbare Haare, ausser auf dem Kopf getragen,  einfach in der Modelanfangsphase gar nicht gehen. Also doch keine Trendsetterin bei GNTM?

Jedenfalls weiß auch Heidi schon im Vorfeld viel über die Mädchen. Gott sei Dank wird heute bei Instagram und Co jeder Mist gepostet. So kann Heidi auf der Welt umherchatten ohne den Bezug zu „ihren Mädchen“ zu verlieren. Klasse, was?

Die herzzerreißende Geschichte fehlt natürlich auch nicht: endlich haben wir Zwillingsschönheiten, die unter Tränen die Geschichte der 2016 verstorbenen Mutter loswerden. Wie lange gibt´s nun, aufgrund der Aussage „wir machen das alles für unsere Mama. Sie wäre soooo stolz auf uns!“,  nun den Mitleidsbonus?

Ich weiß: ich bin jetzt böse und sarkastisch. Doch braucht GNTM nicht immer wieder neue Storys die ans Herz gehen, die extrem zickig sind, die uns wachrütteln und völlig andere Welten öffnen?

Wie heißt denn jetzt noch die Vorjahressiegerin die beim Umstyling ihre lange Haarpracht liegen lies? Die Zoff mit ihrem Süßen hatte und jetzt wohl einen ganz anderen Weg der Liebe geht? Ach ja: es war Kim. Kim die pfiffige die die gute Laune nur so versprühte, dass ich davon immer noch nass bin, Lach! Wie geht es ihr denn so in der Modelszene? Naja, geht es überhaupt darum, was aus den Mädchen nach dem Ende der Staffel wird?

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen 2017 jedenfalls: macht euch nicht zum Affen und seid nicht um jeden sehr persönlichen und unschönen Preis auffallend. Denn abgerechnet wird zum Schluss. Und der Weg einer professionellen, erfolgreichen Modelkarriere ist ein steiniger, langer und keineswegs nur ein beneidenswerter Weg!

Alles Gute, Mädels! Letztendlich geht es, neben gutem Entertainment für die Zuschauer vor allem um eines: um euch!

Regina Gerum

 

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