Aufgedrehte Kinder- ADHS Syndrom: ist Ritalin die Lösung?

Natürlich: ich bin keine Kinderpsychologin. Ebenso wirke ich nicht an Forschungsprojekten über Kinder mit. Doch ich habe Augen im Kopf und einen klaren Menschenverstand. Ebenso kenne ich einige betroffene Kinder, die im ADHS-Wahn leben, leben müssen! Nicht selten sind die Eltern mehr als genervt….

Was ist denn das ADHS-Syndrom? Manche Fachleute unterscheiden zwischen ADS und ADHS: ADS steht für das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. Andere Mediziner sprechen von einer hyperkinetischer Störung oder einer Hyperaktivitäts-Störung. Im Grunde bedeuten all diese Begriffe dasselbe: Das Kind ist sehr impulsiv, sehr unruhig, sehr unkonzentriert.

Eltern leiden oft sehr unter ihren sehr aufgedrehten und anstrengenden Kindern. Die Kleinen können sich oft schlecht auf eine Sache konzentrieren. Sie zappeln ständig hin und her, sind im Bewegungsdrang und hören kaum zu.  Hausaufgaben und Schulleistungen leiden natürlich darunter. Nicht selten wird diesen (nicht wenigen) Kindern sofort ein „leichtes Psychopharmika“ wie Ritalin verschrieben.

Obwohl ADHS sicher keine Diagnose von arbeitslosen Psychologen ist bin ich der Meinung, dass nicht jedes Kind sofort Ritalin braucht. Sicher sollten Eltern abwägen ob es nicht besser ist, wenn das Kind medikamentös behandelt wird als in der Schule ausgegrenzt zu werden oder in der Sonderschule zu landen. Ritalin muss ja auch nicht ein Leben lang eingenommen werden. Auf alle Fälle rate ich den Eltern, mit ihrem Kind einen oder mehrere Fachärzte aufzusuchen.

Und wenn die Eltern es eben ganz ohne Medikamente versuchen wollen?

Viele Ärzte raten, mit dem Kind besonders intensiv zu arbeiten und soviel Geduld wie möglich aufzubringen. Ein kleines Lob für eine erledigte Aufgabe hilft schon, hyperaktive Kinder zu motivieren, Dinge richtig zu erledigen.

Künstliche Zusätze in Nahrungsmitteln stehen seit 30 Jahren im Verdacht, das Verhalten von Kindern negativ zu beeinflussen. Eine Studie der britischen University of Southampton stützt nun diese Annahme erneut: Bestimmte Farbstoffe und Konservierungsmittel können Hyperaktivität bei Kindern verstärken. Insofern können diese Stoffe auch eine Rolle bei einer ADHS spielen, bei einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts-Störung.
Die Psychologin Donna C. McCann und ihr Team werteten für ihre Untersuchung das Verhalten von 137 Dreijährigen und 130 Acht- und Neunjährigen aus. Die Forscherin gab den Kindern mehrere Wochen lang regelmäßig Fruchtsäfte zu trinken. Manche bekamen Getränkemischungen mit Zusatzstoffen, andere ohne. Nicht wissend, wer was getrunken hatte, beurteilten Eltern, Lehrerinnen, Erzieher und Fachleute dann das Verhalten der Kinder. Dabei stellten sie fest: Die Kinder, die Säfte mit Zusatzstoffen getrunken hatten, waren zappeliger als zuvor.

Dies nur ein Beispiel. In den so geliebten Süßigkeiten sind viel zu viele Konservierungsstoffe enthalten. Auch fertige Fruchtjoghurts oder Fertiggerichte strotzen nur so von künstlichen Zusatzstoffen. In meinen Augen ist es auf alle Fälle einen Versuch wert, ein ADHS Kind komplett ohne Konservierungsstoffe zu ernähren. Sei auch selbst Vorbild darin. Natur pur? Sie schmeckt einfach lecker! Nach einer Ernährungsumstellung vermisst niemand den so künstlichen Geschmack. Klar, es ist leichter gesagt als getan. Doch nicht immer der leichteste Weg ist auch der beste.

Ich will nun allen Eltern, vielleicht auch Dir, Mut machen, ein an ADHS erkranktes Kind zu unterstützen. Schließlich leidet auch das Kind selbst unter der Hyperaktivität. Viel Geduld und Kraft wünsche ich allen Eltern und Angehörigen!

Regina Gerum

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